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Der Wahoo Elemnt Bolt – lohnt er sich nun?

Der Bolt begleitet mich nun seit mehreren Fahrten am Rennrad und am Mountainbike. Ich habe mehrere Funktionen getestet – hier mein Bericht und Fazit:

Inbetriebnahme

Hierüber habe ich hier bereits geschrieben – es ist spielend leicht, den Bolt zu starten, denn dazu reicht nach der Betankung des Akkus ein einfaches Einschalten und schon läuft er – inklusive eines Softwareupdates. Zur wirklichen Inbetriebnahme fehlt nur noch die App!

Die Elemnt-App

Die App ist das A und O des Elemnt Bolt, denn fast alle Einstellung werden über die App gesteuert – und dies funktioniert einfach und intuitiv. Es lassen sich alle Seiten, die man sich während der Fahrt anschauen kann, frei konfigurieren. Ich habe beispielsweise auf Seite 1:

  • Aktuelle Geschwindigkeit
  • Durchschnittliche Geschwindigkeit der Tour
  • Uhrzeit
  • Herzfrequenz
  • Kadenz
  • Bisherige Höhenmeter der Tour
  • Noch zu fahrende Kilometer der Tour (läuft nur, wenn eine Tour navigiert wird)
  • Bisherige Kilometer der Tour
  • Gefahrene Zeit

Dies sind 9 maximal mögliche Datensätze, die auf eine Seite passen. Diese lassen sich noch in eine andere Reihenfolge bringen, da sich die Anzahl der dargestellten Datensätze hierbei verringert. Man muss sich also überlegen, was man sehen möchte, wenn weniger angezeigt wird. Demnächst muss ich mir überlegen, was wieder rausfliegt, wenn der Wattmesser ebenfalls angezeigt werden soll.

Was zwar nicht direkt zur App gehört, aber im Grunde schon, da alles über die App gesteuert wird, ist die Verknüpfung mit diversen Konten. Ich habe mein Strava- und mein Komootkonto mit der App und somit mit dem Bolt verbunden, so dass ich meine bei Komoot geplanten Touren direkt in der App habe und sie dort auswählen und mich mit dem Bolt navigieren lassen kann. Das heißt, dass der umständliche Weg über einen Computer und eine Software nicht nötig ist.

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Ein Klick und es geht los

Nach der Tour wird die Tour dann wieder zurückgespielt, so dass die Auswertung, zum Beispiel auf Strava, beginnen kann. In der App selbst lassen sich auch schon ein paar Grafiken begutachten, unter anderem die Kadenzverteilung:

Einblick in die Auswertung in der App

Leider sind nicht alle gefahrenen Touren direkt zu sehen, man muss die App hierfür mit dem Bolt verbinden, was aber nachvollziehbar ist. Bislang ist die App hilfreich und gut bedienbar.

Der Bolt unterwegs – der Tourstart

Inzwischen dürfte der Wahoo bei 20 Touren am Rennrad und Mountainbike dabeigewesen sein. Wenn das Gerät über die App eingestellt wurde, reicht es aus, den Bolt zu starten, auf Signale zu warten (GPS, Sensoren am Rad etc.) und auf „Fahrt starten“ zu klicken. Wer eine geplante Tour fahren möchte, sucht sich diese aus, wählt sie aus und startet die Navigation. Das wars auch schon für die Vorbereitung.

Während der Fahrt hat mich der Bolt dann bislang nicht im Stich gelassen. Hier sollte man aber zwischen der Aufzeichnung der Fahrtdaten und der Navigation unterscheiden.

– Foto folgt –

Der Bolt unterwegs – die Navigation

Die Navigation ist funktioniert, ist aber im Vergleich zu einem reinen Navi beschränkt. Er zeigt zuverlässig auf der rudimentären Karte den Weg an, erinnert akustisch ans Abbiegen und die LEDs am oberen Teil des Bolt zeigt sogar die Richtung an. Das passt und für mich genügt es auch – leider berechnet der Bolt die Strecke nicht neu, wenn man die Route verlassen hat. Die Navigation wird dann wieder fortgesetzt, wenn man die Route wieder erreicht hat. Bei Rennradtouren auf Straßen ist dies nicht dramatisch, aber bei MTB-Touren kann es schwieriger werden, den Trail wiederzufinden. Ein Verschieben des gezeigten Ausschnitts ist auch nicht möglich, da der Bolt kein Touchscreen besitzt (was für mich außer an dieser Stelle nur Vorteile hat). Rein-und Rauszoomen funktioniert für einen Überblick aber. Die Navigation ist also ok, aber nichts im Vergleich zu einem reinrassigen Navi – aber ich sehe die Navifunktion auch nur als eine zusätzliche und glücklicherweise ausreichend funktionierende Funktion des Bolt.

Kartendarstellung des Bolt

Der Bolt unterwegs – Sensoren, Segmente, Seiten

Um einem Fazit vorzugreifen – bislang bin ich vom Bolt begeistert. Die gekoppelten Sensoren werden immer angezeigt, so dass ich immer einen Blick auf meine Herzfrequenz, Kadenz und Geschwindigkeit habe. Diese wird realistischer angezeigt als wenn diese nur nach GPS „geraten“ würde. Die Anzeige ist groß genug, um alles auf einen Blick zu erfassen – und wenn die Sehstärke nachlässt, kann man ja auch noch die angezeigten Elemente auf einer Seite verringern:

Sehr reduzierte Darstellung

Schon etwas mehr Inhalt

Komplett ausgefüllte Seite

In der Überschrift habe ich Segmente erwähnt; es ist nämlich möglich, sein Stravakonto mit dem Bolt zu koppeln und nicht nur nach der Fahrt seine Tour dort automatisch hochzuladen, sondern schon während der Fahrt zu nutzen. Es gibt nämlich die Funktion, sich gekennzeichnete Segmente direkt anzeigen zu lassen, bevor diese starten, so dass man bei einem Versuch, KOM zu werden oder seine bisherige Bestzeit zu schlagen, immer sieht, wie man gerade liegt, wie viel Strecke noch zu bewältigen ist und wie das Höhenprofil aussieht. Die Seite lässt sich aber auch immer wegschalten, wenn sie gerade keine Rolle spielt. Eine schöne Spielerei, die einen doch manchmal dazu verleitet, all out zu gehen, um einen neuen Rekord zu holen. Das sollte man aber bei Downhillsegmenten besser lassen und sich auf die vorliegenden Meter konzentrieren.

Während der Fahrt kann man natürlich auf die einzelnen Seiten, die man konfiguriert hat, wechseln. Dies funktioniert mit den Knöpfen auf der rechten Seite – da es kein Touchdisplay ist, kann man dies auch mit Handschuhen machen und es funktioniert tadellos.

Die LED am oberen Ende sind übrigens auch individuell belegbar – ich habe dort neben den Abbiegehinweisen beim Navigieren auch eine Herzfrequenzanzeige eingestellt – wenn ich overpace, leuchten die Dioden rot, ansonsten grün bzw. blau. So habe ich auch aus den Augenwinkeln oder auf einer anderen Seite einen Blick auf die Herzfrequenz.

Empfehle ich den Bolt?

Kurz gesagt – absolut. Wer kein reines Navi sucht, sondern einen Fahrradcomputer mit vielen zusätzlichen Funktionen wie Navigation, Auswertung, Sensorenkoppelung und das bei einfacher und intuitiver Bedienung, die individuell einstellbar ist, der sollte beim Bolt zugreifen, am besten als Bundle mit verschiedenen Sensoren. Wem ein einfacher Computer genügt, der die derzeitige Geschwindigkeit und Kilometer anzeigt, für den ist der Bolt schon zu umfangreich, und wer ein ausgefeiltes Navi sucht, der schaut sich auch anderweitig um. Für alle anderen ist der Bolt ein tolles und preislich sehr faires Gerät ohne größere Schwächen. Daher: klare Kaufempfehlung!

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