Bikes

Vorstellung Scott Spark 910

Ich habe es ja angekündigt – ich möchte in meinem Blog natürlich auch über meine Räder schreiben und nicht nur über Training und dergleichen. Heute ist das Scott Spark 910 dran!

Im Oktober 2017 habe ich mir relativ spontan das Scott Spark 910 im Ausverkauf bei Cyclewerx in Köln geholt. Spontan, da wir an dem Tag eigentlich „nur gucken“ wollten, was es derzeit so gibt, aber mit 2 Rädern aus dem Shop kamen. Wenn man sich auf ein Rad setzt und direkt merkt „das will ich haben“, ist es meistens sowieso zu spät und wenn man eh schon mal da ist … Und trotzdem hat das Carbonfully erst knapp 1.500 km in den ersten 16 Monaten zu fressen bekommen. Woran das liegt, dazu komme ich gleich. Erst mal ein paar Bilder des Bikes:

Was kann das Spark?

Das Spark wird als „Trail- oder XC-Fully“ verkauft, wobei es für mich eher in Richtung XC geht, aber nicht reinrassig. Knappe 12 Kilo nach ein paar Anpassungen sind für XC solide, aber noch nicht hochklassig. Als Trailbike ist es auch nicht 100 % passend eingeordnet, da hierfür wieder 120 mm Federweg vielleicht etwas wenig sind. Aber vorweg – ich komme mit der Dämpfung (verbaut ist eine Fox Nude, die Federgabel ist eine Fox 34 Float) bislang immer überall durch, ob Touren oder schon mal „aus Versehen“ über eine Endurostrecke. Geht alles, aber dies ist im Grunde nicht das natürliche Habitat des Spark. Dieses ist doch eher die Trailrunde oder auch mal ein XC-Rennen, denn schnell ist es. So passen beide Begriffe zwar nicht exakt, aber daneben liegen sie auch nicht.

Was hat es sonst noch? Bremsen und Schaltung besteht rein aus Shimano XT-Komponenten, ohne ein verstecktes schwächeres Bauteil – sehr gut! Es handelt sich bei der Schaltung – eher gegen den 1-fach-Antrieb-Trend – um eine 2×11-er Schaltung, wobei mir bislang höchstens bei den hohen Gängen mal einer fehlte; dies lässt sich aber bei Bedarf noch anpassen, bergauf hab ich auch bei steilen Rampen meist noch Reserven übrig. Und natürlich darf der Twinloc-Hebel bei einem Scott nicht fehlen: So kann der Dämpfer sowie die Federgabel vom Lenker aus gesteuert werden: ganz offen für ruppigere Abfahrten, ganz geschlossen für leichtere Wege oder Anstiege und halboffen, dies nutze ich vor allem bei Uphilltrails oder anspruchsvolleren Anstiegen.

Ein wenig modifiziert hab ich das Bike natürlich auch schon:

  • Da ich gerne mit breiteren Lenkern fahre, habe ich den originalen 740 mm Syncros-Alulenker entfernt und einen Reverse Components Tracer (Carbonlenker mit 760 mm Breite und einem 15 mm Rise, nur knapp 130 g) angebaut.
  • Die ursprünglichen Griffe hatte ich erst gegen meine SQ-Labs-Griffe getauscht, bin dann im vergangenen Jahr aber auf rote ESI Chunk (Silikongriffe mit klasse Grip und guten Dämpfeigenschaften) umgestiegen.
  • Auch bei den Pedalen hab ich etwas Grundsätzliches geändert; nachdem ich bis zum Sommer auf Flatpedals schwor, hab ich mich aber nach einigen Monaten Rennrad- und somit Klickpedalerfahrung auch beim Fully auf Klickies umgestellt. Erst hab ich die günstigen Shimanopedale genommen, die ich noch hatte, bin dann aber später auf XTR-Pedale (Shimano XTR PD M9020) umgestiegen. Die sind wirklich klasse.
  • Beim Sattel habe ich meinen bewährten Ergon-Sattel aufgelegt und den Syncros anderweitig genutzt (der war zeitweise auf meinem Trekkingrad).
  • Ganz entscheidend war der Tausch der Reifen. Ursprünglich war der Maxxis Forecaster verbaut, den ich auch einige Touren draufhatte. Für den Sommer und die 24 h habe ich dann auf die Kombi Continental X-King Race-Sport (vorne) und Continental Race King RaceSport (hinten) gesetzt. Im Herbst hab ich dann auf tubeless umgerüstet und fahre nun vorne den Continental Der Baron 2.4 (bei den hiesigen Bodenverhältnissen war das bisher eine gute Wahl, obwohl es das Gewicht gut hochboxt, aber dafür hab ich Bombengrip) sowie hinten den Continental MountainKing II in 2.2.

Und warum so wenige Kilometer?

Das ist die unschöne Geschichte des Bikes, in der auch diese Schranke eine Rolle spielt:

die Schranke des Todes

Denn als das Bike gerade einmal einen knappen Monat in Lohn und Brot stand, endete ein Trailausflug genau dort – die Schranke ist normalerweise offen gewesen, so dass wir hier die kurze, schnelle Abfahrt wie gewohnt herunterkamen, die Schranke aber geschlossen war und ich als Vorausfahrender auf dem glitschigen Boden die erst 10 Meter vorher sah, dass die Schranke geschlossen war. Durch den Rost war sie kaum erkennbar und durch den Boden kam jedes Bremsen zu spät – ich krachte fast ungebremst in die Schranke, flog im hohen Bogen weiter und das Spark klemmte schön drunter und fiel nicht mal um. Das Problem: man sah nicht viel Schaden, aber bei Carbon kann das schon das Ende sein:

Man erkennt deutlich den Katscher, weshalb eine Fahrt mit dem Rahmen erst einmal Tabu war. Und eine Carbonrahmenreparatur ist nicht immer möglich. Doch dank der Erlangener Jungs von Carborep kostete mich die Reparatur natürlich einige Scheine, aber der Rahmen sah aus wie neu, inkl. mehrerer Jahre Garantie. Sogar die Lackierung war erste Sahne. So fiel das Rad aber erstmal ein paar Monate aus und fraß weniger Kilometer als geplant. Trotz dieser miesen Erfahrung ist das Rad noch immer mein Favorit und ich werde es auch noch mehrere Jahre durch die Wälder und Trails treten. Also – absolute Empfehlung!

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