24-Stunden-Rennen

Road to Duisburg 2019 – die Endphase der Planung Teil 1

In knapp 4 Wochen ist es endlich soweit, ich fieber meinem Einsatz schon sehr entgegen und bereite mich nicht nur körperlich und mental, sondern auch logistisch und taktisch auf das 24 Stunden Rennen im Landschaftspark Nord in Duisburg vor. In einem dreiteiligen Bericht gebe ich einen Einblick in meine Planung – hier starte ich mit der Betreuung vor Ort und der Packliste.

Punkt 1 – das Team hinter mir

Ein ganz wichtiger Punkt ist die Betreuung durch mein Team. Ohne ein paar Jungs und Mädels, die mir den Rücken freihalten, kann ich meine Topleistung vermutlich nicht bringen. Ich möchte mich nur auf meine Leistung auf dem Rad konzentrieren, ohne das Drumherum im Auge behalten zu müssen. Und zum Glück haben sich einige Freunde bereiterklärt, mich zu unterstützen. Manche bleiben über das gesamte Rennen, andere sind samstags, andere sonntags da. Wichtig war mir, dass immer jemand da ist, der mich unterstützt – und zum Glück ist dies der Fall! Aber was für Aufgaben hat das Team überhaupt?

Wenn es schmutzig wird, brauche ich mein Team
  • Verpflegung vorbereiten und reichen – also Flaschen abzapfen, Riegel und Gels rüberwerfen, mal ein Brot schmieren etc.
  • Meinen Zustand im Auge behalten – ganz wichtig, denn wenn es aussieht, als falle ich bald vom Rad, darf man mir ruhig ne Pause verordnen; aber auch, wenn ich MIMIMI sage, sollte man mich mit einem verbalen Arschtritt wieder einnorden
  • Mich unterhalten, wenn ich nachts ins Loch falle – da sind ein paar Worte, wenn es ruhig wird in der Nacht, sicher mal hilfreich
  • Kleidung vorbereiten – wenn es abends kälter und morgens wieder wärmer wird, wenn der Regen kommt oder ich mich einfach mal umziehen muss
  • Nachtfahrt vorbereiten – Helm mit Lampe bestücken, Akkus im Blick halten
  • Wetter im Blick behalten – siehe Kleidung vorbereiten
  • „Blitztabelle“ im Auge halten – das kann dann noch einen Ansporn geben, wenn wir merken, dass da noch etwas geht
  • Wetterhilfe – je nach Wetter mal mit nem Schwamm und Wasser kühlen oder Sonnencreme checken, bei Regen Klamotten trocken bekommen etc.
  • Vorbereitung und Nachbereitung – beim Vorbereiten des Rennens an sich helfen, ebenfalls beim Abbau
  • Reportage – Fotos machen, auch vom Drumherum (ich bekomme davon ja weniger mit als im vergangenen Jahr im Viererteam)
  • Bei Defekten unterstützen – z. B. das Ersatzbike vorbereiten und das andere zu Rose bringen, die einen Reparaturstand haben

Es gibt also nicht wenig zu tun, aber auch nicht übermäßig viel. Mir ist wichtig, dass möglichst immer 2 da sind, dann kommt im Lager keine Langeweile auf, man kann sich gegenseitig helfen und auch mal auf Toilette gehen, ohne dass man befürchten muss, dass ich genau in der Zeit einen Defekt hab und niemand da ist, der mir helfen kann. Danke Leute, dass Ihr Euch Zeit dafür nehmt!

Verpflegungsstelle an der Strecke

Punkt 2 – die Packliste

Daran tüftel ich schon seit Wochen – was muss ich alles mitnehmen, was noch kaufen, leihen oder vorbereiten? Die Liste wird länger und länger und wenn ich das Gefühl habe, ich habe alles, dann fällt mir doch wieder etwas Neues ein. Daher: früher planen, nichts vergessen 🙂 Doch was packe ich nun alles ein? Natürlich hau ich hier nicht die gesamte Liste rein, aber ich habe Kategorien, zu denen ich ein paar Beispiele schreiben werde:

  • Fahrräder und Co.
    • natürlich meine 2 Mountainbikes, wobei das Psycho Path als Haupt- und das Spark als Ersatzrad dienen wird; beide werden in der Woche vorher noch einmal komplett gecheckt, geölt, Drehmomente geprüft und so weiter
    • nützliche Dinge für kleine Reparaturen und Pannen (Schläuche, Reifenheber, prall gefüllte Werkzeugkiste, Schneidewerkzeug, Kabelbinder)
    • Ersatzmaterial (neue Ketten, Schaltaugen, Schrauben, Cleats …)
    • Trinkflaschen
    • Putzzeug, Öl etc., falls das Rad mal eine Frischzellenkur braucht
    • Oberrohrtasche – irgendwo muss ja die Powerbank für den Radcomputer rein
  • Campingmaterial
    • Pavillon, das Team soll ja vor Wind und Wetter geschützt sitzen können
    • Bierzeltgarnitur – Thema „sitzen können“
    • weitere Sitz- und Schlafmöglichkeiten (Campingstuhl, Klappliege, Schlafsack, Kissen)
    • Lampen, Taschenlampen und Kerzen
    • Geschirr und was man fürs Campen halt so braucht
  • Bekleidung
    • Kleidung für alle möglichen Wetterbedingungen, also von Baselayern für den Sommer bis zur Softshelljacke, vom Kurzarmtrikot bis zur Regenjacke, Lang- und Kurzfingerhandschuhe, Überzieher für die Klickpedalschuhe, Sommerkopfbedeckung und dickere Mütze, kurze dünne und lange dicke Socken, Sonnenbrillen – alles kommt mit
    • 2 Helme – einer davon ist dann bereits für die Nacht vorbereitet, so dass ich nur noch den Helm aufsetzen und die Lampe anschalten muss
  • Verpflegung
    • da ist eine Menge dabei, sowohl für mich als auch für die Crew, die ja auch satt und sitt sein sollte
    • ich habe mehrere Faltkanister mit Zapfhahn dabei, so dass für Handwaschwasser sowie meine gemixten Getränke (Isogetränk sowie Maltodextrin 12-Mischung) gesorgt ist
    • natürlich habe ich auch Riegel, Gels, Brot, Erdnussbutter etc. dabei, doch wenn ich selbst mal in die Situation komme, wirklich etwas essen zu müssen, halte ich auch mal an der Verpflegungsstelle für ein Stück Kuchen oder Melone
    • auch Rote-Beete- und Koffeein-Shots hab ich dabei und gegen mögliche Krämpfe das gut bewährte Gurkenwasser 🙂
    • vorher backe ich noch ein paar Reiskuchen, aber nicht süß – Gels und so weiter sind ja meistens schon pappig genug
  • Elektronik
    • Kabeltrommel und Mehrfachstecker
    • Lampen und Taschenlampen
    • Ladegeräte, Akkus und Powerbanks
    • ne Soundbox vielleicht für die Unterhaltung am Platz
    • Rücklichter und Helmlampen
    • Kaffeemaschine, Wasserkocher
  • Sonstiges
    • da gibt es eine Menge wie Handtücher, frische Klamotten für danach, Mülltüten, Wassereimer, Schwämme, Sonnencreme … der Transporter wird auf jeden Fall voll werden!

Habt Ihr noch Ideen, was ich womöglich vergessen könnte, wenn Ihr mich nicht dran erinnert? Schreibt mir, ich würde mich freuen!

Ausblick auf Teil 2

Im zweiten Teil meines Vorbereitungsberichts gebe ich einen kleinen Einblick in die Logistik und Verpflegung.

Wenn es Nacht wird in Duisburg

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