24-Stunden-Rennen

Road to Duisburg 2019 – die Endphase der Planung Teil 2

Im ersten Teil zum Endspurt der Vorbereitung habe ich bereits einen Einblick in mein Team und meine Packliste gegeben. Doch nur mit einem Team und einem Haufen Sachen in der Garage kann ich alleine nichts anfangen – das Zeug muss ja nach Duisburg und dort muss ich mich ja auch verpflegen und so weiter. Meine Gedanken zur Logistik und zu meiner Verpflegung findet Ihr nun hier.

Punkt 3 – die Logistik

Die Packliste ist voll, die Zeit knapp, der Lageraufbau findet freitags statt – und da hat ja niemand Zeit. Da der Kindergarten schon Sommerferien hat, hab ich wenigstens mit meiner Tochter eine kleine Helferin, die abends auch beim Kids Race mitmachen möchte. Wir laden also donnerstags alles in den gemieteten Transporter, fahren Freitag in der Früh in der Hoffnung nach Duisburg, im zugeteilten Sektor einen guten Platz zu erhalten (als Solostarter hat man eigentlich das Recht auf einen Platz direkt an der Strecke) und bauen das Lager auf. Der Transporter bleibt dann direkt am Lager stehen. So müssen wir die Kisten, Räder und was ich sonst so eingpacke nicht hin- und hertragen, sondern können den Lagerplatz selbst recht aufgeräumt lassen – alles nicht Benötigte bleibt dann im Transporter in den Boxen. Auch ein Bett wird dann dort wettergeschützt aufgebaut, falls die Crew mal pennen will oder ich nach einer Massage schreie (wie letztes Jahr um 2 Uhr nachts, als mich ein Krampf heimsuchte). Wir wollen übrigens in Sektor B, das hat sich vom Standort aus letztes Jahr als praktisch erwiesen, da die Crew schnell überall sein kann.

Streckenplan 2019

Der Platz soll dann nicht den Award „Gemütlichkeit 2019“ erhalten, sondern strukturiert und aufgeräumt aussehen. Denn wenn ich etwas anderes essen möchte, einen Materialschaden habe oder nach Armlingen frage, sollten diese sofort gefunden und nicht lange gesucht werden müssen. Das vereinfacht es für alle. Und spart Zeit und jede Minute kann eine weitere Runde auf der Uhr bedeuten!

Punkt 4 – die Verpflegung

Ein Kernthema im Ausdauer- und erst recht im Ultrasport. Die Verpflegung entscheidet neben der körperlichen und mentalen Fitness über Erfolg und Misserfolg. Hier gibt es massig viele Ansatzpunkte und jeder hat seinen eigenen, für ihn und seinen/ihren Körper passenden Ansatz. Manche schwören auf Isogetränke und ein Stück Kuchen pro Runde, andere essen gar nichts und nehmen nur Kohlenhydrate über Getränke zu sich. Ich fahre da zweigleisig, wobei eines wichtig ist: nichts trinken oder essen, was sich nicht vorher schon auf langen Touren als magenschonend und bekömmlich erwiesen hat. Ein Supergau wäre ja, nach 5 Stunden schon zu merken: Oha, es rumort ordentlich, das wird nicht schön werden. Und dann stündlich 10 Minuten aufm Pott hocken, Kraft und Zeit verlieren, aus dem Rhythmus kommen … das sollte von vorneherein tunlichst vermieden werden. Was habe ich also geplant?

  • Carbo, Carbo, Carbo! Ich werde einen Kanister mit 10l Maltodextrinmischung (Malto 12 und ein wenig Kochsalz) vorbereiten und bereitstellen, so dass mir hier etwas abgezapft werden kann. Wenn die 10l nicht reichen, hab ich aber noch einen halben Eimer Malto dabei zum Nachmischen. Dadurch esse ich beim Trinken und vernachlässige beides nicht. Pro Trinkflasche (500ml) nehme ich dann knapp 48g Kohlenhydrate auf; ich vermute, so 1,5 Flaschen pro Stunde zu trinken – wenn es heiß ist wie 2018, werde ich mehr trinken und um nicht zu viel Carbo zu mir zu nehmen, ist dann auch mal eine Flasche Isogetränk dabei (fertiggemischt und abzapfbereit im zweiten 10l-Faltkanister).
Ein Eimer Malto zum Mischen – reine Kohlenhydrate
  • Zwar wird oft dazu geraten, auf feste Nahrung zu verzichten, damit der Magen nicht arbeiten muss, nicht verkrampfen kann, keine Magenbeschwerden entstehen und weniger Kraft in die Verdauung gesteckt werden muss. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mich ohne feste Nahrung nach ein paar Stunden auf dem Rad unwohl fühle, so dass ich reduziert auch hier etwas einwerfen werden. Ich habe daher die obligatorischen Riegel, aber auch für den Sonntagmorgen Porridge mit Trockenfrüchten und Toast mit Erdnussbutter dabei; Bananen und Kuchen gäbe es ja auch an der Verpflegungsstelle. Ein paar nicht süße Reiskuchen backe ich mir auch noch, irgendwann klebt sonst der Mund zusammen vor lauter süßem Zeug.
  • 3 Tage vorher beginne ich außerdem mit der Einnahme von Rote-Beete-Shots, auch vor dem Rennen und 2 mal zwischendurch trink ich so einen; dies sorgt für einen guten Nitrathaushalt, was wiederum bedeutet, dass das Herz weniger Sauerstoff benötigt, der dann für die Muskulatur zur Verfügung steht, der Druck auf das Herz sinkt also zudem. Ich habe hierfür BeetIt mit 400 mg Nitrat gekauft und auch schon getestet.
Rote-Beete-Shot
  • Wenn es nachts hart wird, und ich müde werde und Koffein benötige, möchte ich auf Kaffee verzichten – rein aus Verdauungsgründen. Daher habe ich Powerbar Coffeinshots, um mich unterwegs zu pushen. Und natürlich sind auch Gels mit dabei, da mag ich die Powergels von Dextro am meisten, denn man bekommt keine klebrige Hände wegen des Verschlusses und sie sind nicht so süß und wirklich trinkbar, nicht so fest wie andere Produkte.

Mit dieser Zusammenstellung – Kohlenhydrate, Elektrolyte, etwas Protein, diverse Shots und Powerzeug – hoffe ich, die 24 Stunden durchfahren zu können. Ob dies mein Trainingsstand auch zulassen wird, erfahrt Ihr in ein paar Tagen zum letzten Teil der Vorbereitungsserie auf Duisburg 2019!

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